Ärzte Zeitung online, 19.08.2010

19. August: Welttag der Humanitären Hilfe

KÖLN/BONN (dpa). Die Gefahren für humanitäre Helfer sind in den vergangenen Jahren ständig gestiegen. Darauf verwies das UN-Kinderhilfswerk Unicef zum "Welttag der Humanitären Hilfe", der am 19. August zum zweiten Mal von den Vereinten Nationen und internationalen Hilfsorganisationen ausgerufen wird.

Laut Unicef wurden allein im vergangenen Jahr weltweit 278 Helfer im Einsatz getötet, entführt oder schwer verletzt - viermal so viel wie im Jahr 1999. Zu den Gründen gehört nach Angaben von Unicef das zunehmend rücksichtslosere Vorgehen gegen Zivilisten bei Konflikten.

Auch das Hilfswerk Care weist auf die teils lebensgefährlichen Bedingungen hin, unter denen die Helfer in Katastrophengebieten wie jetzt nach der Flut in Pakistan arbeiten. Die Helfer seien dort besonders gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, könnten sich zum Beispiel mit Malaria infizieren, Austrocknung und Hitzschläge erleiden oder aufgrund der starken psychologischen Belastung Depressionen bekommen.

Mit dem Welttag soll an alle Helfer erinnert werden, die bei ihrem Einsatz gestorben sind. Der Tag geht zurück auf den 19. August 2003, an dem 22 Menschen bei einem Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad starben.

Newsseite von Unicef Deutschland
Pressemeldung von Care Deutschland-Luxemburg

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