Ärzte Zeitung online, 20.08.2010

Schlaflose Nächte: am Vollmond liegt es nicht

MÜNCHEN (dpa). Der Mond ist unschuldig: Wer nachts nicht schlafen kann, sollte das nicht auf den Erdtrabanten schieben. Zahlreiche Untersuchungen belegten, dass es keinen Zusammenhang zwischen Schlaflosigkeit und Vollmond gebe, teilte die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) Bayern am Freitag in München mit.

So hätten zuletzt österreichische Schlafforscher in einer Studie Testpersonen über einen Zeitraum von sechs Jahren ein Schlaftagebuch führen lassen. Das Ergebnis: Es gab keinen Zusammenhang zwischen der Mondphase und dem Schlaf.

"Die selbsterfüllende Prophezeiung, bei Vollmond schlechter zu schlafen, lässt uns dann auch wirklich schlechter schlafen", sagte Schlafexperte Professor Jürgen Zulley von der Universitätsklinik Regensburg der DAK. "Dazu müssen wir aber wissen, dass Vollmond ist." Der Mond habe eine geringere Lichtstärke als so manche Laterne.

"Also kann auch die vermeintlich hellere Nacht bei Vollmond nicht schuld sein an der Unruhe in manchen Betten", sagte DAK-Sprecherin Tanja Knieler. "Deshalb Rollo runter, ab unter die Kuscheldecke und am besten gar nicht daran denken, dass Vollmond ist und man dann schlecht schläft."

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