Ärzte Zeitung online, 23.08.2010

UN: Flutopfer von Hunger und Krankheiten bedroht

ISLAMABAD (dpa). Millionen Betroffene der Jahrhundertflut in Pakistan sind nach Angaben der Vereinten Nationen weiter von Hunger und Krankheiten bedroht. "Wir bemühen uns, die Flutopfer (...) mit Lebensmitteln zu versorgen, aber es gibt noch immer Millionen, die nur wenig oder überhaupt keine Hilfe erhalten haben", sagte der Sprecher des UN-Welternährungsprogramms, Amjad Jamal.

Zahlreiche Regionen seien noch immer von der Außenwelt abgeschnitten, da das Hochwasser Straßen und Brücken zerstört habe, sagte Jamal am Montag in Islamabad.

So sei es Helfern erst in den vergangenen Tagen gelungen, in entlegene Gebiete der Gebirgsdistrikte Shangla und Kohistan im Norden des Landes vorzudringen, die bereits vor drei Wochen von Überschwemmungen heimgesucht worden waren. "Die Vorräte der Menschen gehen zur Neige, aber wir sind nicht in der Lage, alle Betroffenen mit ausreichend Lebensmitteln zu versorgen." Nach UN-Angaben sind landesweit insgesamt 15 Millionen Pakistaner von der Flut betroffen.

Die Vereinten Nationen in Pakistan zeigten sich auch über die Ausbreitung von Krankheiten besorgt. Etwa 1,5 Millionen Flutopfer müssten medizinisch versorgt werden, sagte UN-Sprecher Maurizio Giuliano. Besonders häufig seien Durchfall und Hauterkrankungen. Premierminister Yousuf Raza Gilani hat für Dienstag ein Treffen angekündigt, dabei soll es um Gesundheit und Hygiene in den Überschwemmungsgebieten gehen. Auch Pläne zur Verhinderung von Seuchen sollen erörtert werden.

Hier können Sie spenden:
Aktion Deutschland hilft, Spendenkonto: 10 20 30, BLZ 370 205 00, Bank für Sozialwirtschaft in Köln, Spenden-Stichwort: Flut Pakistan
medico international, Konto-Nr. 1800, Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01, Stichwort "Pakistan"
Ärzte ohne Grenzen, Konto 97 0 97, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort: "Pakistan und andere Krisen"

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