Ärzte Zeitung online, 25.08.2010

Frankfurt: 15 Verletzte nach Chemie-Unfall

FRANKFURT/MAIN (eb/dpa). Von den Dämpfen giftiger Chemikalien aus einer stillgelegten Reinigung sind am Dienstagnachmittag in Frankfurt 15 Menschen verletzt worden.

Ein Arbeiter verlor vorübergehend das Bewusstsein, als er mit zwei Kollegen die stillgelegten Geräte in der ehemaligen Reinigung abbauen wollte. Er musste ebenso wie fünf weitere Verletzte wegen Verdachts auf Vergiftung im Krankenhaus behandelt werden, wie die Polizei am Mittwoch in Frankfurt berichtete. Neun verletzte Personen konnten vor Ort ambulant behandelt werden.

Beim Trennen von Schlauchverbindungen an den Geräten sind den Polizeiangaben Restmengen der gesundheitsschädlichen Flüssigkeit Tetrachlorethylen und des giftigen Gases Vinylchlorid entwichen. Die ausgetretenen Chemikalien wurden den Angaben zufolge von der Feuerwehr gebunden und aufgenommen. Die Arbeiten dauerten bis in die Nacht hinein. Der Ort in der belebten Fußgängerzone musste in dieser Zeit gesperrt werden.

Warum sich in den stillgelegten Geräten noch Chemikalien befanden und wer für die ordentliche Entsorgung verantwortlich gewesen wäre, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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