Ärzte Zeitung online, 06.09.2010

Notstand in Christchurch bis Mittwoch verlängert

WELLINGTON (dpa). Der nach dem verheerenden Erdbeben vom Samstag in der neuseeländischen Stadt Christchurch verhängte Notstand ist bis Mittwoch verlängert worden. Auch Montagmittag (Ortszeit) wurde die Gegend um die zweitgrößte Stadt Neuseelands wieder von heftigen Erdstößen erschüttert. Nach einem Bericht der Zeitung "The Press" hatte ein Nachbeben die Stärke 4,5.

Notstand in Christchurch bis Mittwoch verlängert

Die Zerstörungen nach dem Erdbeben in Neuseeland sind zum Beispiel in der Lichfield Street, im Zentrum von Christchurch sichtbar.

© dpa

Teile der zerstörten Innenstadt von Christchurch blieben weiterhin abgeriegelt. Schulen, Büros und Geschäfte waren geschlossen. Auch der städtische Linienbusverkehr werde vor Mittwoch nicht wieder aufgenommen. Die Eisenbahn soll voraussichtlich am Dienstag wieder fahren.

Notstand in Christchurch bis Mittwoch verlängert

Der zerstörte Turm der St Johns Anglican Church in Christchurch.

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Das Ausgehverbot blieb die zweite Nacht in Folge in Kraft. Hunderte von Menschen mussten die Nacht erneut in Notquartieren verbringen. Bürgermeister Bob Parker schätzt, dass es noch Monate dauern kann, bis sich das Leben wieder völlig normalisiert hat. Vorläufige Schätzungen sprechen von einem Schaden von umgerechnet gut einer Milliarde Euro.

Der Zivilschutz geht davon aus, dass das Erdbeben der Stärke 7,1 mehr als 500 Geschäftsgebäude beschädigt hatte. Bis zu 20 Prozent der Häuser in der rund 400 000-Einwohner-Stadt seien unbewohnbar.    

Bei dem Beben waren mehrere Menschen verletzt worden - ein Mann starb an einem Herzinfarkt. Das schlimmste Erdbeben in Neuseeland seit fast 90 Jahren hatte Gebäude, Brücken und Straßen beschädigt.

Die Erde in Neuseeland bebt häufig, weil hier zwei riesige Erdplatten aufeinanderstoßen. Nach Angaben von Seismologen gibt es bis zu 15 000 Erdbeben pro Jahr, aber nur maximal 150 davon sind zu spüren. Das bislang verheerendste Erdbeben traf 1931 die Stadt Napier auf der Nordinsel. Mehr als 250 Menschen starben damals.

Bericht der Zeitung "The Press" (englisch)

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