Ärzte Zeitung online, 13.09.2010

Mehr Opfer nach Gasexplosion in Kalifornien

SAN FRANCISCO (dpa). Nach der verheerenden Gasexplosion bei San Francisco haben Suchmannschaften am Wochenende noch mehr mögliche Opfer gefunden. In den ausgebrannten Häuserruinen entdeckten Spürhunde weitere menschliche Überreste. Die Polizei sprach am Samstag von insgesamt sieben Toten.

Die Leichenbeschauer hielten am Sonntag aber noch an der ersten offiziellen Zahl vor vier Toten fest. Sie wollen erst nach Abschluss aller Untersuchungen Bilanz ziehen. Mehrere Menschen wurden noch vermisst.

Etwa 50 Bewohner des kalifornischen Ortes San Bruno waren verletzt worden, als eine Feuerwalze am Donnerstag ein Wohnviertel zerstörte. Dabei brannten 38 Häuser komplett ab.

Am Sonntag durften Betroffene erstmals wieder das abgesperrte Gebiet betreten, allerdings nur, um einige Sachen aus ihren beschädigten Häusern zu holen. Der Kernort der Explosion, an dem Dutzende Gebäude dem Erdboden gleichgemacht wurden, blieb weiterhin gesperrt. Der Leiter der Feuerwehr beschrieb die einst grüne Wohngegend als Mondlandschaft mit Schornsteinruinen, verkohlten Bäumen und geschmolzenen Autos am Straßenrand.

   Die heftige Explosion riss einen über 50 Meter langen Krater in den Boden. Das unterirdische Versorgungsrohr wurde durch Erdreich und Asphalt nach oben gedrückt. Die Ursache für das Unglück wird noch untersucht. Medienberichten zufolge hatten Anwohner schon Tage zuvor Gasgeruch wahrgenommen und den Behörden gemeldet.

   Der Versorger PG&E dementierte jedoch, dass es Beschwerde-Anrufe aus dem Viertel in den vergangenen neun Tagen gegeben habe. Derzeit würden die Telefondaten noch ausgewertet, sagte Firmenchef Chris Johns bei der Pressekonferenz. Die Gasleitungen war 1956 verlegt worden. Dem Stromversorger zufolge wurden sie regelmäßig inspiziert.

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