Ärzte Zeitung online, 08.10.2010

Ungarn bittet nach Giftunfall um EU-Hilfe

BRÜSSEL (dpa). Ungarn hat nach der Giftschlamm-Katastrophe die EU-Partner um Hilfe gebeten. Wie ein Kommissionssprecher am Donnerstagabend in Brüssel mitteilte, seien an Ort und Stelle sofort bis zu fünf Experten mit Erfahrung bei solchen Unfällen nötig. Budapest habe dazu den EU-Zivilschutz-Mechanismus ausgelöst.

Die Kommission bat die Teilnehmerländer, Ungarn zu unterstützen. Umweltkatastrophen dieser Art machten nicht an Grenzen halt. An dem Zivilschutz-Mechanismus sind neben den 27 EU-Staaten auch Kroatien, Island, Liechtenstein und Norwegen beteiligt.

Die ungarische Regierung hatte den Schritt zuvor angekündigt. "Für derartige Fälle hat die EU Fonds, und wir haben einen Anspruch darauf", sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban bei einem Besuch in der von giftigem Schlamm überschwemmten Ortschaft Kolontar.

Lesen Sie dazu auch:
Nach dem Unglück in Ungarn ist die Lauge das Problem

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