Ärzte Zeitung online, 11.10.2010

Weiter Sorge vor zweiter Giftschlammwelle in Ungarn

BUDAPEST (dpa). Die Einsatzkräfte in Ungarn haben am Montag ihren Kampf gegen eine zweite Giftschlammwelle fortgesetzt. Ein neuer Auffangdamm in der Ortschaft Kolontar war am Morgen zu 70 Prozent fertig, teilte der ungarische Katastrophenschutz mit.

Die ein Kilometer lange und vier Meter hohe Mauer soll eine weitere ätzende Schlammlawine aus dem geborstenen Becken eines Aluminiumwerkes aufhalten. Dort droht seit dem Wochenende, eine weitere Dammmauer zu brechen.

Vor einer Woche war das Abfallbecken der Aluminium-AG (MAL AG) im westungarischen Ajka geborsten. Fast eine Million Kubikmeter Bauxitschlamm waren bei der Umweltkatastrophe ausgelaufen und hatten Kolontar und Nachbardörfer überschwemmt. Sieben Menschen starben.

Am Montag wurden fünf Experten erwartet, die die EU-Staaten für die Bekämpfung des Giftschlamms entsenden wollten. Nach Angaben der EU-Kommission vom Sonntag sollen sie die Helfer in Ungarn unterstützen. Die Experten kommen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich und Schweden.

Lesen Sie dazu auch:
Nach dem Unglück in Ungarn ist die Lauge das Problem

Topics
Schlagworte
Panorama (30512)
Organisationen
MAL (6)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »