Ärzte Zeitung online, 11.10.2010

Wirtschafts-Nobelpreis an drei Wissenschaftler

STOCKHOLM (dpa). Der Wirtschafts-Nobelpreis 2010 geht an zwei US-Wissenschaftler und einen Briten für ihre Untersuchung von Mechanismen auf dem Arbeitsmarkt. Den Preis teilen sich die US-Ökonomen Peter A. Diamond und Dale T. Mortensen mit dem Briten Christopher A. Pissarides, der auf Zypern geboren ist.

Die Schwedische Akademie begründete ihre Entscheidung damit, dass die drei Forscher entscheidende Fragen zur Funktionsweise des Arbeitsmarktes beantwortet hätten. Unter anderem gehe es darum, warum es gleichzeitig eine hohe Zahl von Arbeitslosen bei starker Nachfrage nach Arbeitskraft geben könne. Die Politik habe sich die Erkenntnisse der drei in dem nach ihnen benannten Modell zunutze machen können.

Pissarides sagte in einem Telefonat mit der Schwedischen Akademie kurz nach der Bekanntgabe, er sei über die Zuerkennung des Preises "ziemlich überrascht und sehr froh". Er teilt sich die Dotierung von umgerechnet 1,1 Millionen Euro (zehn Mio. Kronen) mit seinen beiden US-Kollegen. "An das Geld habe ich überhaupt noch nicht gedacht", sagte Pissarides auf die Frage, was er mit dem Preisgeld machen will.

Der Wirtschafts-Nobelpreis wird erst seit 1969 vergeben. Er ist zudem umstritten, weil bisher weit überwiegend Wissenschaftler aus Instituten in den USA ausgezeichnet worden sind.

In diesem Jahr sind alle sechs Nobelpreise an zehn männliche Preisträger gegangen.

Lesen Sie auch:
Medizin-Nobelpreis an Robert Edwards für Technik zur künstlichen Befruchtung
Physik-Nobelpreis für "Wunderkohlenstoff" Graphen
Chemie-Nobelpreis an einen US-Amerikaner und zwei Japaner
Literaturnobelpreis für Mario Vargas Llosa
Friedensnobelpreis für inhaftierten chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »