Ärzte Zeitung online, 25.10.2010

Ex-Boxer rettet seinen Hund vor der "Todeszelle"

SYDNEY (dpa). Ein ehemaliger australischer Profi-Boxer muss ins Gefängnis, weil er seinen Hund vorm Einschläfern bewahren wollte und aus einem Käfig befreite.

Der Hund aus der südaustralischen Stadt Adelaide sollte einer Gerichtsanordnung zufolge eingeschläfert werden, weil er Schafe gerissen und andere Hunde attackiert hatte.

Als sein Herrchen von seinem treuen Begleiter, dem Staffordshire Bullterrier "Max", Abschied nehmen durfte, befreite er ihn mit einem Bolzenschneider. Dann floh er mit dem Hund in die Stadt Perth.

Der Box-Veteran war später ohne Hund nach Hause zurückgekehrt und hatte sich gestellt. Er gab an, "Max" sei in Perth von einem Tierarzt eingeschläfert worden - was jedoch bezweifelt wird.

Es könne sich um einen anderen Hund gehandelt haben, hieß es. Für seine Befreiungsaktion wurde der 43-Jährige am Montag in Adelaide zu sechs Wochen Haft wegen Missachtung des Gerichts verurteilt.

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