Ärzte Zeitung online, 06.11.2010

Innovazione mortale: Software berechnet Verwesungsdauer

OSNABRÜCK (dpa). Um die Verwesungsdauer von Leichen auf Friedhöfen besser berechnen zu können, entwickeln Forscher der Hochschule Osnabrück eine neue Software.

Das Programm mit dem Namen "RuheSoft" solle die Verwesungszeiten abhängig von den lokalen Gegebenheiten voraussagen, teilte die Hochschule mit. Damit könne die Friedhofsplanung erleichtert werden.

In Deutschland werden Gräber in der Regel nach 25 Jahren neu belegt, weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass nach dieser Zeit der Leichnam komplett verschwunden ist. Je nach Bodenbeschaffenheit kann dieser Prozess aber auch länger dauern - rund 75 Jahre in tonigem Boden zum Beispiel.

Topics
Schlagworte
Panorama (30672)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »