Ärzte Zeitung online, 08.11.2010

Österreich: Amputierte Hoden wieder angenäht

KLAGENFURT (eb). Für die in Wien erscheinende "Kronen Zeitung" ist es eine kleine Sensation: Im Klinikum Klagenfurt sind am Sonntag einem 49-jährigen Mann beide Hoden wieder angenäht worden, nachdem er sie sich selbst abgetrennt hatte.

Die sechsstündige Operation sei erfolgreich verlaufen, berichtet das Boulevardblatt. Und auch für die Ärzte am Klinikum sei die Op eine kleine Situation.

Einen solchen erfolgreichen Eingriff habe es das erste Mal überhaupt in Kärnten gegeben, sagte Klinikdirektor Professor Bernd Stöckl der "Krone". "So ein Eingriff wird sehr selten probiert", fügte er hinzu.

Der betroffene Patient sei in der Nacht zum Sonntag mit dem Helikopter eingeliefert worden. Ärzte der Urologie und der Chirurgie hätten sofort mit der Operation begonnen.

Die Zeitung berichtet, der Mann habe sich beide Hoden selbst mit einem scharfen Gegenstand abgetrennt. Seine Beweggründe sind allerdings unklar.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »