Ärzte Zeitung online, 15.11.2010

Mexikanische Bar wirbt mit Brust-Op

GUADALAJARA (eb). Marketing einmal anders: Auf der Suche nach einer besonderen Werbe-Idee ist ein mexikanischer Kneipenbesitzer auf Brustvergrößerungen gekommen. Die verlost er jetzt mit einer Tombola unter seinen Kundinnen.

Mexikanische Bar wirbt mit Brust-Op

Patientin vor der Brust-Op: Erst ins Tanzlokal, dann unters Messer?

© Peter Widmann / imago

Jeden Monat gebe es eine Brustvergrößerung als Hauptpreis zu gewinnen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Barbesitzer Fernando Luevanos. Titel der Tombola: "Ohne großen Busen kein Paradies".

"Wir haben viele neue Kundinnen gewonnen", sagte Luevanos. In den ersten beiden Monaten seien weit über 2000 Lose abgegeben worden.

Die Kundinnen der Bar "Santo Cachorro" erhalten das Los offenbar automatisch beim Betreten der Bar. Außerdem gebe es für jedes Getränk ein weiteres obendrauf.

Auch Männer bekommen demnach die Lose. Erst jüngst soll ein junger Mann den Hauptpreis gewonnen haben. Die "neuen Brüste" soll er einer Frau angeboten haben, die er damit "verführen wollte".

Der Hauptpreis ist mit rund 4000 Dollar dotiert. Die Preisträger erhalten erhielten damit eine Brustvergrößerung bei "einem der besten Chirurgen Guadalajaras in einem sehr guten Krankenhaus, beste Markenimplantate und einen Genesungsaufenthalt nach der Operation."

Ähnliche Angebote hatte es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. So sorgte erst im Sommer eine Hamburger Klinik für Aufsehen, die eine Brustvergrößerung für 2,57 Euro im Internet versteigert hatte.

Nach scharfem Protest durch die Ärztekammer Hamburg und einer Unterlassungsverfügung, blies die Klinik die von der Boulevardpresse getaufte Operation "Billig-Busen" dann doch ab.

Ähnlich erging es Ende 2008 einer Diskothek in der spanischen Hafenstadt Valencia. Auch sie wollte Brustoperationen unter ihren Gästen verlosen. Nach einer Welle von Protesten sagte auch sie letztlich ihren Plan ab.

Noch makaberer warb im selben Jahr eine Diskothek im niedersächsischen Celle mit Brustvergrößerungen. Ihr Motto "Kämpfe um Deinen Traum" stieß bei der Ärztekammer auf scharfen Protest. Die niedersächsische Kammerpräsidentin protestierte damals: "Ein chirurgischer Eingriff ist kein Party-Gag!"

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