Ärzte Zeitung online, 09.12.2010

Foodwatch kritisiert als Geflügel verkauftes Schweinefleisch

Wer Schweinefleisch nicht mag, kann im Supermarkt nach Geflügel greifen. Doch eine Leberwurst mit der Bezeichnung "Geflügel", ist noch keine Garantie, dass sie frei von Schweinefleisch ist. Die Verbraucherorganisation Foodwatch ist empört. Sie hat jetzt Beispiele von "Schweinen im Federkleid einer Pute" veröffentlicht.

BERLIN (dpa). Wo Geflügel drauf steht, ist nach Ansicht der Verbraucherschützer von Foodwatch oft auch Schwein drin. Viele Wurstfabrikanten deklarierten Produkte als Geflügelware, mischten aber oft einen Großteil Schweinefleisch bei, kritisierte die Organisation am Mittwoch in Berlin.

In einer Wurst des Herstellers Gutfried sei der Anteil von Schweinefleisch fast ebenso groß wie der von Putenfleisch. Die Kunden würden aber nur im Kleingedruckten auf der Rückseite auf den Schweinefleischanteil hingewiesen.

Das Unternehmen Gutfried erklärte nach Angaben von Foodwatch auf Anfrage, eine "doppelte" Kennzeichnung des Schweinefleischs sei nicht erforderlich.

Auch andere Hersteller verkaufen nach Angaben der Verbraucherorganisation Produkte mit Schweinefleischanteil als Geflügelwurst, zum Beispiel Rewe, Böklunder und Weight Watchers.

Der Discounter Lidl habe dagegen angekündigt, eine Geflügel-Leberwurst umzubenennen als Leberwurst fein mit Geflügel- und Schweinefleisch.

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