Ärzte Zeitung online, 16.12.2010

Neuseeland: Seltene Möwen abgeschlachtet

WELLINGTON (dpa). Unbekannte haben in Neuseeland mehr als 100 seltene Möwen in ihren Nestern erschossen und erschlagen. Ein Motiv für die Attacke sei nicht zu erkennen, sagte Ros Cole von der Umweltschutzbehörde der Zeitung "Southland Times".

Neben den Toten Muttervögeln fanden Ranger eine Reihe von Küken, die verhungert waren. Die Tiere wurden bereits am 24. November am Fluss Aparima rund 60 Kilometer nordwestlich von Invercargill gefunden. Bei der Suche nach den Tätern hofft die Behörde auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Maorimöwen gibt es nur in Neuseeland. Ihr Bestand ist stark gefährdet, die schätzungsweise noch 90.000 Tiere sind deshalb streng geschützt. Tierschützer fürchten aber um das Überleben der Art, weil das Flussbett sich verändert und dort Unkraut wächst, was den Nestbau schwieriger macht.

Erst vor kurzem hatten Unbekannte auf der neuseeländischen Nordinsel 25 Robben abgeschlachtet. Die Täter wurden bislang nicht gefunden.

Topics
Schlagworte
Panorama (30145)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »