Ärzte Zeitung online, 29.12.2010

ADAC prognostiziert erstmals weniger als 4000 Verkehrstote in Deutschland

MÜNCHEN (dpa). Die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen ist 2010 vermutlich erstmals unter die Zahl von 4000 gesunken. Der ADAC geht in einer Schätzung von 3750 Toten aus. Im Vergleich zum Vorjahr (4152) entspräche dies einem Rückgang von zehn Prozent, teilte der ADAC am Dienstag in München mit.

ADAC prognostiziert erstmals weniger als 4000 Verkehrstote in Deutschland

Ein Kreuz am Straßenrand markiert die Stelle, an der einmal jemand zu Tode kam. Laut ADAC-Schätzung gab es in Deutschland im Jahr 2010 erstmals weniger als 4000 Verkehrstote.

© M.Rosenwirth / fotolia.com

Dazu beigetragen haben mehrere Gründe: Wegen des harten Winters zu Jahresbeginn nahm zwar die Anzahl der Unfälle zu, diese hatten aber weniger schwere Folgen. Außerdem starteten die Motorradfahrer später als sonst in die Saison. Beides trug zur Abnahme der Verkehrstotenzahl in der ersten Hälfte dieses Jahres bei.

Insgesamt wird die Zahl der Verkehrsunfälle laut ADAC im Jahr 2010 um 1,6 Prozent auf rund 2,35 Millionen steigen. Die Zahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden, nahm um sechs Prozent auf 293 000 ab. Sinken wird nach Angaben des Clubs damit auch die Zahl der Verunglückten, und zwar um fünf Prozent auf 380 000.

Weitere Ursachen für den Rückgang der Verkehrstotenzahl sind nach Ansicht des ADAC vor allem bessere Sicherheitssysteme in den Fahrzeugen. Auch die verschiedenen Verkehrserziehungsprogramme der Polizei, des ADAC und anderer Organisationen erreichten immer mehr Menschen und stärkten das Sicherheitsbewusstsein. Außerdem werde das Rettungswesen in Deutschland immer engmaschiger und effizienter.

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