Ärzte Zeitung online, 30.12.2010

Dioxin in Hühnerfutter - Eier schon verzehrt

DINKLAGE/HANNOVER (dpa). Ein Hersteller von Hühnerfutter aus Dinklage in Niedersachsen hat bei Eigenkontrollen leicht erhöhte Dioxinwerte in seiner Ware entdeckt. Die Firma habe im November rund 20 Legehennen-Betriebe in Niedersachsen beliefert, bestätigte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums am Mittwoch in Hannover.

Unklar ist, wie viele Eier von den mit der Dioxin belasteten Ware gefütterten Hühnern in den Handel gelangten. "Es ist äußerst wahrscheinlich, dass die schon verzehrt sind", sagte der Sprecher. Gefahr für die Verbraucher gebe es aber nicht. Das Essen der Eier sei "unproblematisch", weil die Erhöhung so gering sei.

Diese Aussage kritisierten die Grünen im niedersächsischen Landtag scharf. Das Umweltgift Dioxin könne nach Angaben der Weltgesundheits-Organisation auch in geringen Mengen Krebs auslösen, betonten sie.

"Deshalb muss aus Vorsorgegründen eine Auslieferung der Eier von den 20 in Niedersachsen betroffenen Betrieben unbedingt unterbunden werden", forderte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Meyer. Erst wenn jeder Verdacht ausgeräumt sei, dürfe es wieder Lieferungen geben.

Auch in Nordrhein-Westfalen seien Betriebe betroffen gewesen. Dort hätten die Behörden die Auslieferung von Eiern schon vor Weihnachten gestoppt.

Lesen Sie dazu auch:
Dioxin in Hühnerfutter - Eier und Geflügel belastet

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