Ärzte Zeitung online, 04.01.2011

Forscher: Glück und Zufriedenheit hängen im Wesentlichen vom Geld ab

BREMEN (cben). Also doch: Geld macht glücklich. So einfach ist das, wenn man die Erkenntnisse Bremer Glücksforscher zuspitzt.

Forscher: Glück und Zufriedenheit hängen im Wesentlichen vom Geld ab

Im Geld baden: Nach den Erkenntnissen Bremer Forscher dürfte diese Frau besonders glücklich sein.

© Franz Pfluegl / fotolia.com

In einer Untersuchung fand der Soziologe Jan Delhey von der privaten Bremer Jacobs University einen Zusammenhang zwischen Einkommen und Glück: Wer mehr Geld besitzt, äußert sich zufriedener mit seinem Leben als der weniger Gutbetuchte.

Allerdings: Je reicher eine Gesellschaft ist, um so mehr nimmt die Bedeutung von Geld ab. In reichen Ländern definiert sich Glück weniger stark über materiellen Besitz als in ärmeren.

Im gerade in Belgien erschienenen "Worldbook of Happiness" mit Beiträgen von 100 Wissenschaftlern aus 50 Ländern sind die Ergebnisse von Delhey kurz gefasst nachzulesen, voraussichtlich ab März 2011 auch in einer deutschen Ausgabe.

"Bei meinen Studien kam auch heraus, dass die Glücksungleichheit in reichen Gesellschaften geringer ausfällt als in armen", so Delhey. "Auf einem höheren Wohlstandsniveau ist das Leben durchaus für viele relativ erträglich."

Kein Wunder sei also, dass im weltweiten World Value Survey immer wieder Länder wie Dänemark oder die Schweiz die Rankings anführen und nicht Bangladesh, Bhutan oder Nigeria, wie gelegentlich zu lesen. "Das sind Anekdoten. Solche Ergebnisse fördern allenfalls einzelne Umfragen von zweifelhafter Qualität zutage", so Delhey.

Der Bremer Forscher hat sich mit der Soziologin Hilke Brockmann, dem Psychologen Arvid Kappas, und fünf anderen Soziologen, Ökonomen und Psychologen zur "Happiness Research Group" zusammengeschlossen. Nach den Erkenntnissen der Forscher nimmt das Glück dann ab, wenn sich die Befragten vergleichen. Hilke Brockmann: "Glück ist keine absolute Größe, sondern relativ."

So nehme die Zufriedenheit in Ostdeutschland stetig ab, weil sich die Befragten mit den Westdeutschen vergleichen. Einwanderer aus der Türkei wiederum müssten sich eigentlich als oft schlecht behandelte und nicht wohlhabende Minderheit, schlecht fühlen. "Tatsächlich sind sie fast genauso zufrieden wie die Deutschen und bei näherer Betrachtung glücklicher als die Menschen in den neuen Bundesländern."

www.jacobs-university.de

[05.01.2011, 15:14:42]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
"Happiness Is A Warm Gun" The Beatles
Da haben uns Walther Johann Jacobs, erfolgreicher Bremer Kaffeekaufmann mit "... immer ein Genuss!", und sein Sohn mit der privaten Bremer Jacobs University eine empirische "Krönung" beschert.

Nachdem wir aus anderen Teilen der Welt immer hörten, "Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt ungemein" oder, noch besser, "lieber A(a)rm dran als Arm ab", schmeckt es doch bei einer entspannenden Tasse Bremer Röstkaffee besser: "Am Gelde hängt' s - zum Gelde drängt' s". Das könnte die Quintessenz der acht Forschern/-innen der Bremer "Happiness Research Group" sein. Mit diesem Namen könnten sie allerdings auch im nächsten European Song Contest auftreten.

Meine Mutter hätte im stillen Kämmerlein dazu gesagt: "Der Herrgott scheißt immer auf den größten Haufen"; soviel zur Relativitätstheorie des Glücks.

Mf+kG Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM in Dortmund zum Beitrag »
[05.01.2011, 13:39:14]
Dirk A. Schmidt 
Wo mit vergleiche ich mich?
Dazu gibt es einen Spruch von dem dämisvhen Philosophen Sören Kierkegaard:
"Alles Übel kommt vom Vergleichen"
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Und: wenn das Umfeld nicht stimmt oder Schicksalschläge das Leben belasten hilft KEIN Geld der Welt!

Daran sollten die Umfrager auch mal denken:
"Traue nur der Statistik (oder Umfrage) die du selbst gefäscht hast" zum Beitrag »

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