Ärzte Zeitung online, 13.01.2011

Studie: Menschen in OECD-Ländern sollen weniger essen

PARIS (dpa). Die Menschen in reichen Ländern sollten weniger essen, um die Ernährung der Weltbevölkerung in Zukunft zu sichern. "3000 Kilokalorien am Tag und pro Kopf sind ausreichend, um sich gesund zu ernähren", sagte Bruno Dorin vom Forschungsinstitut INRA am Mittwoch in Paris.

Der Lebensmittelbedarf werde voraussichtlich bis 2050 um ein Fünftel ansteigen, heißt es in einer aktuellen INRA-Studie. Dabei würden die Lebensmittel weiterhin sehr ungleich auf die Weltbevölkerung verteilt.

"Unterernährung wird 2050 eine Milliarde Menschen betreffen, Überernährung 700 Millionen. Das ist ein doppeltes Gesundheitsproblem", sagte INRA-Chefin Marion Guillou.

Sie forderte einen radikalen Wandel der Ernährungsgewohnheiten. Produktionsverluste in Afrika, wenn etwa ineffizient angebaut und geerntet wird, und zuviel weggeworfene Lebensmittel in OECD-Ländern machten zusammen zwischen 30 und 50 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion aus, sagte Guillou.

Internetseite des INRA-Instituts (französisch)

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