Ärzte Zeitung online, 13.01.2011

Hunderte Geier sorgen für Unruhe in US-Kleinstadt

WASHINGTON (dpa). Vogel-Plage der besonderen Art in einer amerikanischen Kleinstadt: Etwa 500 Geier haben sich in dem Ort Staunton (Bundesstaat Virginia) niedergelassen und sorgen für Unbehagen unter den knapp 24.000 Bewohnern.

Die Vögel schlafen auf vielen Grundstücken und verursachen mit ihrem Kot ernsthafte Hygieneprobleme, berichtete die Lokalzeitung "The News Leader". Einige Bürger hätten sich über das ohrenbetäubende Kreischen der Tiere beschwert. Andere haben schlichtweg Angst vor den Raubvögeln.

Die ungewöhnliche Plage führt zu außergewöhnlichen Maßnahmen: Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) habe jetzt bis zu 200 Tiere in Staunton zum Abschuss freigegeben, und das, obwohl Geier in Virginia unter Artenschutz stehen. Viele Anwohner hätten ihre Grundstücke am Montag bereits für die Geierjagd zur Verfügung gestellt.

Allerdings sollen die Greifvögel nur dann getötet werden, wenn friedliche Mittel wie lauter Lärm und grelles Licht durch Pyrotechnik scheitern sollten, sagte USDA-Sprecher Scott Barras. Auch sollen Geier-Kadaver in Bäume gehängt werden, um die lebenden Artgenossen zu vertreiben.

Geier neigen dazu, sich im Winter in größeren Gruppen zusammenzurotten. Zuletzt wurde ein solches Verhalten in den USA im Jahr 2002 beobachtet.

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