Ärzte Zeitung online, 17.01.2011

Niedersachsen: Antibiotikum in Futtermittel gefunden

HANNOVER (dpa). Neues Problem mit Futtermittel: In einer Mischung für Tierfutter ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover das Antibiotikum Chloramphenicol aufgetaucht. Die Ware wurde daraufhin zurückgerufen.

In Deutschland darf das Reserveantibiotikum nicht in Futtermitteln für Nutztiere verwendet werden. Das Agrarministerium teilte am Montag in Hannover mit, in Sachsen-Anhalt sei das Medikament am 13. Januar bei der Probe einer Vitamin-Mischung, die von einem niedersächsischen Unternehmer kam, nachgewiesen worden.

Die Ware stamme von einem chinesischen Hersteller und sei von dem Unternehmen in Niedersachsen ohne eigene Bearbeitung weiter verkauft worden. Beliefert wurden laut Ministerium je eine Futtermittelfirma in Sachsen-Anhalt und Bayern sowie Unternehmen in Polen, Irland und der Ukraine. Die Empfänger seien informiert und die Waren zurückgerufen worden.

Laut Ministerium ist es äußerst ungewöhnlich, dass Chloramphenicol in einer Vitaminmischung nachgewiesen wird. Ein Risiko für Menschen könne aber aufgrund des geringen Gehaltes ausgeschlossen werden.

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