Ärzte Zeitung, 09.03.2011

Es geht auch ohne: Verzicht aufs Internet zur Fastenzeit

HAMBURG (dpa). Offline in der Fastenzeit: Neben Alkohol, Tabak und Süßigkeiten steht in der Fastenzeit zunehmend auch der Computer auf der Liste der verzichtbaren Dinge.

78 Prozent der Deutschen würden beim Fasten am ehesten auf Alkohol verzichten, ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK. Es folgen Süßigkeiten (69 Prozent), Rauchen (53 Prozent), Fleisch (48 Prozent) und Fernsehen (42 Prozent).

28 Prozent gaben den Verzicht auf Computer oder Internet an. Den vorübergehenden Rückzug aus dem Netz planen mehr Frauen als Männer. Für junge Erwachsene kommt Abstinenz in diesem Bereich dagegen kaum infrage.

Insgesamt sehen 60 Prozent der Befragten einen mehrwöchigen Verzicht auf bestimmte Genussmittel als sinnvoll für ihre Gesundheit an. Die Sozialforscher von Forsa haben vom 19. bis 22. Februar insgesamt 1002 Teilnehmer befragt.

In der DAK-Umfrage sagten 40 Prozent der Befragten, dass sie schon häufiger für mehrere Wochen bewusst auf Genussmittel oder Konsumgüter verzichtet hätten. Im Vorjahr waren es nur 35 Prozent. In Nordrhein-Westfalen und Bayern ist die Beteiligung mit 45 und 44 Prozent besonders hoch. In den ostdeutschen Bundesländern liegt sie dagegen nur bei 30 Prozent. Für 29 Prozent der Befragten ist der bewusste Verzicht zur Fastenzeit generell kein Thema.

Nach Überzeugung von DAK-Expertin Silke Willms ist Fasten eine Auszeit, die wie Urlaub wirkt. "Wer in den nächsten sieben Wochen bewusst auf bestimmte Dinge verzichtet, der tut seinem Körper und seiner Seele etwas Gutes." Das Ende der Karnevalszeit sei für viele Menschen ein guter Zeitpunkt, über ihren Lebensstil nachzudenken.

Mit dem Aschermittwoch beginnt für gläubige Christen die 40-tägige Fastenzeit. Sie ist die Vorbereitung auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi.

Topics
Schlagworte
Panorama (30488)
Krankenkassen (16449)
Organisationen
DAK (1497)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4282)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »