Ärzte Zeitung online, 13.03.2011

Japan: Tsunami-Opfer treibt zwei Tage auf Hausdach im Meer

TOKIO (dpa). Zwei Tage trieb ein 60-jähriger Japaner nach der Tsunami-Katastrophe im Meer. Er überlebte, weil er auf dem Dach seines eigenen Hauses saß, das auf den Ozean geschwemmt wurde. Ein Kriegsschiff der japanischen Marine rettete ihn schließlich.

Zunächst floh der Mann vor den heranrollenden Flutwellen. Weil er aber etwas vergessen hatte und in sein Haus zurückkehrte, riss ihn der Tsunami mit und spülte ihn zusammen mit Teilen seines Hauses mehr als 15 Kilometer hinaus ins Meer.

Hiromitsu Shinakawa erzählte den Marinesoldaten, die ihn aus dem Meer zogen, dass er sich auf einem Stück seines Hausdaches festhalten konnte. "Aber meine Frau wurde weggeschwemmt."

Mit einer selbst gebastelten roten Flagge winkte Shinakawa um Hilfe. Der Mann überlebte dank guten Wetters und schwachen Wellengangs, sagte ein Soldat der Nachrichtenagentur Kyodo News. Mit einem Hubschrauber wurde der geschwächte und halb verdurstete Mann in ein Krankenhaus geflogen.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

Topics
Schlagworte
Panorama (30165)
Japan (436)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »