Ärzte Zeitung online, 04.04.2011

Japan kämpft weiter gegen radioaktives Leck in Fukushima

TOKIO (dpa). Aus dem havarierten Atomkraftwerk in Fukushima gelangt weiter Radioaktivität in die Umwelt. Versuche, den Abfluss verseuchten Wassers durch einen Riss ins Meer mit Hilfe chemischer Bindemittel zu stoppen, haben bislang keinen Erfolg gebracht.

Der Betreiber Tepco will nun Barrieren errichten, um eine weitere Verseuchung des Meers zu verhindern. Zudem wurde weißes Färbemittel in das Wasser geleitet, um den genauen Verlauf von verseuchtem Wasser in der Anlage festzustellen und weitere Lecks aufzufinden. Da das gefärbte Wasser jedoch nicht bei den Abflussausgängen anlangte, werde befürchtet, dass das Wasser aus Gesteinschichten unterhalb von Rohren durchsickere, berichtete die Agentur Jiji unter Berufung auf Tepco.

Zuvor hatten Arbeiter einen 20 Zentimeter langen Spalt in einem Kabelschacht des Turbinengebäudes von Reaktor 2 entdeckt. Die Regierung warnte, dass es Monate dauern könnte, das Leck zu schließen. Derweil wurde laut der Nachrichtenagentur Kyodo außerhalb der 30-Kilometer-Sicherheitszone um das Kraftwerk Radioaktivität oberhalb der erlaubten Grenzwerte gemessen.

Die Regierung überlegt nun, die Reaktoren des Kraftwerks zu versiegeln. Wie Kyodo unter Berufung auf informierte Kreise meldete, wird erwogen, eine Hülle über die 45 Meter hohen Reaktorgebäude zu bauen und zu versiegeln. Bei dem Erdbeben und Tsunami von vor über drei Wochen starben nach neuesten Angaben 12.157 Menschen, 15.496 weitere werden vermisst.

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[04.04.2011, 12:07:20]
Dr. Joachim Malinowski 
...Monate für ein 20cm großes Leck...
Da wäre in früheren Zeiten jedes Segelschiff efizienter mit zurecht gekommen. Ansonsten wäre es gesunken.

Erst Holzpfähle in den Riss, dann weiteres Holz, dann Endversiegelung.
Was soll daran so schwer sein?

Oder geht es etwa gar nicht um den im TV gezeigten kleinen Riß? Ist das wirkliche Leck viel doch viel größer und komplizierter gelegen?

Mich nervt die scheibchenweise Informationspolitik aus Japan! Nur das zugeben, was nicht mehr zu verheimlichen ist und dann nur harmlose Daten veröffentlichen.

Das schafft kein Vertrauen für Japan.

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