Ärzte Zeitung online, 15.04.2011

Deutsche Schule nahe Tokio bleibt geschlossen

TOKIO (dpa). Die Deutsche Schule Tokyo Yokohama (DSTY) bleibt auch fünf Wochen nach Erdbeben und Tsunami in Japan bis auf weiteres geschlossen. Das Auswärtige Amt in Berlin habe in Abstimmung mit der Deutschen Botschaft die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) angewiesen, die Schule "in der gegenwärtigen Sicherheitslage nicht offiziell wiederzueröffnen."

Das teilte der Schulvorstand am 15. April mit. Kurz zuvor hatte es noch geheißen, dass die Schule am nächsten Montag (18. April) den Unterricht wieder aufnehmen werde. Die 35 Jugendlichen, die vor dem Abitur stehen, drücken derzeit in Köln die Schulbank.

Die private DSTY mit 409 Schülern, 82 Kindergartenkindern und 42 Lehrern ist seit der Katastrophe vom 11. März geschlossen. Das Auswärtige Amt warnt demnach ausdrücklich vor dem Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen als besonders gefährdeter Altersgruppe im Raum Tokyo/Yokohama, "solange die gegenwärtige Strahlengefährdung fortbesteht". Für die gegenwärtig in Tokyo/Yokohama befindlichen Schüler sei fachliche Betreuung auf freiwilliger Basis möglich.

Bei dem Erdbeben waren alle Schüler und Lehrer unverletzt geblieben. Auch das Gebäude blieb unbeschädigt. Dennoch muss die Schule solange geschlossen bleiben, bis das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise für den Großraum Tokio - er ist rund 200 Kilometer von der Atomruine Fukushima entfernt - aufhebt.

Zum Special "Katastrophe in Japan"

Topics
Schlagworte
Panorama (30353)
Japan (438)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »