Ärzte Zeitung online, 09.05.2011

In China: Geburt von siamesischen Zwillingen überrascht Eltern

Siamesische Zwillinge, die sich bis auf ihre beiden Köpfe einen Körper teilen, sind in Südwestchina geboren worden. Die Eltern wussten von der Missbildung bis zur Geburt der Kinder nichts.

PEKING (dpa). "Gesundheitlich geht es den Kindern so weit gut. Sie schreien normal", sagte der Arzt Zhang Libin vom Krankenhaus in Suining (Provinz Sichuan) der Zeitung "Huaxi Dushibao". "Es ist nicht möglich, beide operativ zu trennen. Sie können nur zusammen leben - wenn sie Glück haben."

Bei zwei Ultraschall-Aufnahmen während der Schwangerschaft sei die Missbildung nicht aufgedeckt worden, berichtete das Krankenhaus am Montag (9. Mai). Erst bei einer weiteren Untersuchung vor einer Woche wurden die zwei Köpfe entdeckt.

Die Eltern wollten laut Zeitungsangaben eine Abtreibung, doch dafür war es zu spät. Mit 4,05 Kilogramm Gewicht und 51 Zentimetern Größe kamen die Kinder am 5. Mai durch einen Kaiserschnitt zur Welt.

Seltener Fall von siamesischen Zwillingen

Es ist ein seltener Fall von siamesischen Zwillingen. Sie teilten sich die meisten Organe, hätten aber zwei Wirbelsäulen, zwei Speiseröhren und zwei linke Herzkammern, wie die "Huaxi Dushibao" ferner berichtete. Die Ärzte stünden in Kontakt mit Experten in anderen Krankenhäusern, um das weitere Vorgehen zu erörtern.

Die 25 Jahre alte Mutter Bao Qiaoying und der Vater Liao Guojun sowie andere Familienmitglieder weigerten sich zunächst noch, die siamesischen Zwillinge anzunehmen. Eine Tante sagte der Zeitung, die Familie stecke in einem Dilemma, weil sie die Kinder lieb habe, aber nicht wisse, wie sie in Zukunft mit ihnen umgehen könne.

Topics
Schlagworte
Panorama (30155)
Krankheiten
Schwangerschaftsprobleme (2322)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »