Ärzte Zeitung online, 12.05.2011

Listerien: Belgischer Hersteller ruft Käse zurück

MOORSLEDE (dpa). Ein belgischer Hersteller hat mehrere bakteriell belastete Käsesorten aus deutschen Supermärkten zurückgerufen. Der Grund: Verunreinigungen mit Listerien.

In einigen Laborproben sei das gefährliche Bakterium Listeria monocytogenes gefunden worden, teilte Belgomilk am Mittwoch in Moorslede mit. Gefährlich sind Listerien vor allem im letzten Trimenon der Schwangerschaft, weil sie Früh- oder Totgeburten auslösen können.

Bei den Rückruf-Produkten handelt es sich unter anderem um den abgepackten Scheibenkäse "St. Maarten Classic". Er sei in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in den Supermarkt Lidl gekommen, hieß es.

Andere Käsesorten wie "Brugge Goud", "Nazareth Classic" und "Nazareth Light" seien bundesweit ausgeliefert worden. Es werde dringend davon abgeraten, diese Käsesorten zu essen. Die Käufer sollten die Produkte zum Supermarkt zurückbringen, dann bekämen sie ihr Geld zurück.

Die Keime der Listerien sind nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) in der Landwirtschaft weit verbreitet und können bei der Produktion in Lebensmittel gelangen, etwa beim Melken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »