Ärzte Zeitung online, 18.05.2011

Faustgroßes Loch im Thorax

MÜNSTER (dpa). Dieses Mal konnten die Ärzte auch ohne Röntgen durch den Patienten hindurchsehen: Unfallchirurgen haben in Münster einen Mann gerettet, der ein durchgehendes faustgroßes Loch im Brustkorb hatte.

Wie das Uniklinikum am Dienstag berichtete, gelang die spektakuläre fünfstündige Notoperation nach einem Unglück schon vor einigen Wochen.

"Der Brustkorb des Mannes wurde durch den Unfall einmal komplett durchbohrt. Man konnte direkt hindurch blicken", schilderte Thoraxchirurg Privatdozent Karsten Wiebe in der Mitteilung.

Das Loch in der Brust sei so groß wie eine Männerfaust gewesen, die Wunde am Rücken fast ebenso groß. Dennoch sei es gelungen, die Lunge weitgehend zu retten und beide "großen Löcher" plastisch zu verschließen.

Wiebe sprach von einem "kleinen medizinischen Wunder". Details zum Unfall wurden auf Wunsch des Patienten nicht genannt.

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