Ärzte Zeitung online, 18.05.2011

Nitrosamin: Ettaler Mönche müssen Bier zurückrufen

ETTAL/MÜNCHEN (dpa). Aus der Klosterbrauerei Ettal in Bayern sind 18.500 Liter Bier mit zu hohem Nitrosamin-Gehalt in den Handel gelangt. Sie müssen nun zurückgerufen werden.

Das bayerische Gesundheitsministerium stufte das Bier als nicht zum Verzehr geeignet ein, wie der Bayerische Brauerbund am Mittwoch in München mitteilte.

Betroffen seien dunkles Bier und dunkler Doppelbock. Rund die Hälfte der 185 Hektoliter habe die Brauerei aus den Märkten zurückbekommen, viel des Bieres sei wohl aber bereits getrunken worden.

Die Nitrosamine gelangten über zu stark geröstetes Braumalz einer Allgäuer Firma ins Bier der Ettaler Mönche, hieß es.

Der Wert habe beim Malz den Richtwert um rund das Zehnfache überschritten, sagte Brauerbund-Sprecher Walter König. Beim Brauen habe er sich auf das Drei- bis Vierfache reduziert. Die Gefahr gesundheitlicher Schäden bestehe nicht, gab König an.

Der Chef der klösterlichen Wirtschaftsbetriebe, Pater Johannes Bauer, sprach im "Münchner Merkur" von einem "Riesenschaden", auch "vom Image her". Die Klosterbrauerei Ettal gibt es seit 1609. Sie braut derzeit fünf Biersorten.

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