Ärzte Zeitung online, 19.05.2011

Malteser unterstützen Masern-Impfkampagne im Kongo

BUKAVU/KÖLN (eb). Die Organisation Malteser International engagiert sich für die Kinder in der Demokratischen Republik Kongo und hilft mit beim Versuch, die weitere Ausbreitung der Masernepidemie zu verhindern.

Nach eigenen Angaben unterstützen elf Teams von Malteser International bis zum 22. Mai die Impfkampagne in der Provinz Sud-Kivu.

Die Teams seien in elf Gesundheitszonen vor Ort und hälfen mit, die mehr als 630.000 Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und 15 Jahren gegen Masern zu impfen, hieß es in einer Mitteilung.

Insgesamt müssten allein im Sud-Kivu fast 1,2 Millionen Kinder geimpft werden, schätzte die Organisation.

Malteser verteilen Impfstoffe an die Gesundheitszentren

Die Malteser kümmern sich nach eigenen Angaben hauptsächlich darum, die Menschen über die Impfkampagne zu informieren, die Impfstoffe auf die Gesundheitszentren in den elf Zonen zu verteilen und die Krankheitsfälle zu dokumentieren. Zudem würden sie das einheimische Personal der Gesundheitszentren auf die Impfaktion vorbereiten.

"Ganz besonders wichtig für den Erfolg der Impfkampagne ist die Einhaltung der Kühlkette. Der Impfstoff muss kontinuierlich kühl gelagert werden", erläuterte Christof Ruhmich, Malteser International Programmkoordinator.

"Hierfür nutzen wir dezentral aufgestellte und mit Petrol betriebene Kühlschränke und hunderte mobile Thermoboxen."

Sieben Masern-Tote

Nach Angaben der Organisation hat sich die Masernepidemie seit September 2010 alarmierend ausgeweitet. Allein 2011 hätten sich bis Mitte April 2493 Menschen mit Masern angesteckt, hieß es in der Mitteilung unter Berufung auf das kongolesische Gesundheitsministerium.

Sieben Menschen seien an den Folgen der Erkrankung gestorben.


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