Ärzte Zeitung online, 23.05.2011

Zu ungesund: Halifax-Kliniken verbannen Donuts

HALIFAX (eb). Ab Herbst wird es keine Donuts und kein Plundergebäck mehr in den vier Krankenhäusern der kanadischen Stadt Halifax geben.

Zu ungesund: Halifax-Kliniken verbannen Donuts

Donuts werden von der Speisekarte in den Kliniken in Halifax gestrichen.

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Der Grund: Die Gesundheitsbehörde der Provinz Nova Scotia, von der Halifax die Hauptstadt ist, hat die Fastfood-Kette "Tim Hortons" angewiesen, ab Oktober keine ungesunden Nahrungsmittel in den Shops der Kliniken mehr zu verkaufen.

Nach anfänglichem Widerstand habe die Kette zugestimmt, ihr Angebot anzupassen, berichten mehrere kanadische Medien.

Verkauft werden dürften dann nur noch Waren, die den Leitlinien der Gesundheitsbehörde genügen. Bagels, Teegebäck und fettarme Muffins können auf der Speisekarte verbleiben - Donuts und Plundergebäck allerdings nicht.

Gesunde Ernährung soll gefördert werden

Mit dieser Maßnahme soll erreicht werden, dass es den Patienten, Klinikmitarbeitern und Besuchern leichter fällt, sich für eine gesunde Ernährung zu entscheiden.

"Wir essen, was leicht verfügbar ist, wenn wir hungrig sind. Und im Krankenhaus muss es schnell gehen, man greift zu und geht", sagte Ernährungsberaterin Rita MacAulay, die an den Leitlinien mitgearbeitet hat.

Die neue Maßnahme kommt aber nicht bei jedem gut an. "Ich glaube, die Leute sollten noch die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, was sie haben möchten", sagte etwa Denis Burgess, der nach eigenen Angaben jeden Tag einen Donut isst.

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