Ärzte Zeitung online, 10.06.2011

IKRK verlangt Zugang zu Gewaltopfern in Syrien

GENF (dpa). Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) verlangt von den Machthabern in Syrien den sofortigen Zugang zu den Gewaltopfern im Land und zu allen Gefangenen.

IKRK-Präsident Jakob Kellenberger bot sich in einer am Freitag in Genf herausgegebenen Erklärung persönlich an, nach Syrien zu reisen, um die Regierung zu überzeugen.

"Trotz wiederholter Anfragen an die syrischen Behörden haben wir nicht wirklich Zugang zu schutzlosen Personen erhalten", erklärte Kellenberger.

Viele Berichte über Getötete, Verletzte und Gefangene

Es gebe zahlreiche Berichte über Hunderte Getötete und Verletzte, Tausende Gefangene und Verhaftete sowie über Tausende weitere Menschen, die sich wegen der Gewalt nicht mehr aus ihren Häusern trauten.

Bereits mehrfach hat das IKRK Behörden wie Regierungsgegner ermahnt, in jedem Fall das Leben und die Würde der Menschen zu achten.

Bislang haben das IKRK und der arabische Rote Halbmond nur kurz die Städte Daraa, Tartus und Homs besuchen können.

Topics
Schlagworte
Panorama (30165)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »