Ärzte Zeitung online, 08.07.2011

USA: Mutmaßlicher siebenfacher Mörder erschießt sich

WASHINGTON (dpa). Nach einer Flucht mit Geiselnahme hat sich im US-Bundesstaat Michigan nach Medienberichten ein mutmaßlicher siebenfacher Mörder selbst getötet.

Wie die Zeitung "Grand Rapids Press" online berichtete, schoss sich der 34 Jahre alte Mann am Donnerstagabend US-Zeit in der 200.000-Einwohner Stadt Grand Rapids in den Kopf.

Zuvor hatte er sich auf der Flucht vor der Polizei mit Geiseln in einem Haus verschanzt. Den Berichten zufolge soll er an zwei Orten der Stadt insgesamt sieben Menschen erschossen haben, darunter auch zwei Kinder.

Zunächst waren am Donnerstagnachmittag vier Leichen gefunden worden, wenig später drei weitere an einem anderen Ort. An beiden Tatorten sei auch jeweils ein Kind getötet worden, darunter ein zehnjähriges Mädchen, meldete "Grand Rapids Press" unter Berufung auf Polizeichef Kevin Belk.

Auch die Tochter des Täters soll unter den Opfern sein

Bei einem Kind soll es sich um die Tochter des mutmaßlichen Täters handeln; auch seine Ex-Freundin sei unter den Opfer. Die weiteren Hintergründe der Bluttat waren zunächst unklar.

Bevor der mutmaßliche Mörder in das Wohnhaus flüchtete, hatte er sich den Berichten zufolge eine 15-minütige Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert.

Feuergefecht mit Beamten der Polizei

Dabei sei es zu einem Schusswechsel gekommen, bei dem eine unbeteiligte Frau und eine weitere Person verletzt worden seien, meldete der Nachrichtensender CNN.

Experten der Polizei nahmen Kantakt mit dem Mann auf, um eine Freilassung der Geiseln zu erreichen. Nach rund zwei Stunden ließ der Verdächtige eine 53-jährige Frau unverletzt frei.

Eine weitere Geisel und eine dritte Person, die sich zunächst in dem Haus versteckt gehalten hatte, blieben für rund zwei weitere Stunden in seiner Gewalt. Zuletzt habe der Mann seine Waffe gegen sich selbst gerichtet. Er sei noch am Tatort gestorben, teilte Polizeichef Belk laut "Grand Rapids Press" mit.

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