Ärzte Zeitung online, 11.07.2011

Apothekerin klagt gegen US-Atomwaffen

KÖLN (dpa). Das Kölner Verwaltungsgericht befasst sich am Donnerstag (14. Juli) mit einer Klage gegen die letzten US-Atomwaffen in Deutschland. Geklagt hat eine Apothekerin aus Rheinland-Pfalz.

Apothekerin klagt gegen US-Atomwaffen

Atomwaffengegnerin Elke Koller am Zaun des Bundeswehr-Fliegerhorsts in Büchel.

© dpa

Sie will damit erreichen, dass die bis zu 20 Atomwaffen abgezogen werden, die im Fliegerhorst Büchel im Kreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz vermutet werden.

Die 68 Jahre alte Elke Koller wohnt in Leienkaul, drei Kilometer von Büchel entfernt. Unterstützt wird sie von der deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung von Juristen gegen Atomwaffen (IALANA).

Die Klägerin fordert ein Ende der nuklearen Teilhabe Deutschlands innerhalb der Nato, da dies dem "Friedensgebot" des Grundgesetzes widerspreche.

Dass US-Atombomben in Büchel lagern, ist bisher nicht offiziell bestätigt. Die Klägerin ist sich aber sicher: "In keinem Schreiben rund um die Klage ist es bislang bestritten worden."

Die Atomwaffen sollen schon seit Beginn des Kalten Krieges in der Eifel liegen. Auf dem Fliegerhorst ist das Jagdbombergeschwader 33 der Luftwaffe stationiert. Koller hatte die Klage im April 2010 beim Verwaltungsgericht in Berlin eingereicht. Weil der Sitz des Verteidigungsministeriums in Bonn ist, wurde die Klage nach Köln weitergegeben.

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