Ärzte Zeitung online, 23.07.2011

Wasserreservoir im Weltall entdeckt

WASHINGTON (dpa). US-Forscher haben das bislang größte und fernste Wasserreservoir im Weltall entdeckt.

Wasserreservoir im Weltall entdeckt

Illustration des Quasars APM 08279+5255: In Form von Dampf soll dort das Billionenfache des Wassers auf der Erde vorhanden sein.

© NASA/ESA

Die Menge umfasse das 140-billionenfache allen Meerwassers der Erde, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa am Freitag mit.

In Dampfform umringe das Wasser einen Quasar, ein Schwarzes Loch, das Materie um sich herum einsaugt.

Die Wissenschaftler wurden in einer Entfernung von zwölf Milliarden Lichtjahren fündig. Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, es entspricht knapp zehn Billionen Kilometern.

Riesige Menge Wasser

"Dies ist ein neuer Beweis, dass Wasser überall im Weltall vorhanden ist, sogar schon zu einer sehr frühen Zeit", sagte Dr. Matt Bradford, Forscher am NASA-Labor im kalifornischen Pasadena.

Bradford: "Die Umgebung dieses Quasars ist dadurch sehr einzigartig, weil sie diese riesige Menge Wasser produziert."

Der Quasar ist den Angaben zufolge 20 Milliarden Mal größer als unsere Sonne. Während er unablässig Materie verschlingt, produziert der Quasar soviel Energie wie tausend Billionen Sonnen.

Astronomen haben die Existenz von Wasserdampf auch in entfernteren Teilen den Universums erwartet.

In dieser Distanz sei ihnen der Nachweis aber bisher noch nicht gelungen, teilte die Nasa mit. Dampf gebe es auch in der Milchstraße, jedoch in viel geringerer Menge.

Topics
Schlagworte
Panorama (30367)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »