Ärzte Zeitung online, 04.08.2011

Einbrecher schnürt Schülerin "Bombe" an den Hals

SYDNEY (dpa). Die vermeintliche Bombe am Hals einer in Sydney überfallenen Millionärstochter war eine Attrappe. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Sie hatte die 18-Jährige erst um kurz vor Mitternacht nach zehnstündigem Drama befreit. Das Drama spielte sich am Mittwoch in einer der wohlhabendsten Vororte von Sydney in Australien ab.

Wie sich herausstellte, enthielt das Paket gar keinen Sprengstoff. "Das war eine sehr, sehr aufwendige Attrappe", sagte der stellvertretende Polizeichef Mark Murdoch. "Es sah absolut wie eine echte Bombe aus."

Ein Einbrecher war am Mittwochnachmittag in die Villa eingedrungen, hatte die Schülerin, die allein zu Hause war, überfallen und ihr eine komplizierte Apparatur um den Hals gelegt, die er mit Ketten befestigte.

Es handele sich um eine Bombe, die er jederzeit detonieren könne, sagte der Mann. "Der Eindringling hinterließ Anweisungen", sagte Murdoch.

"Sie waren sehr präzise und so geschrieben, dass wir glauben mussten, es mit einer echten und ernsten Bedrohung zu tun zu haben."

Die Polizei hielt sich mit weiteren Einzelheiten zurück, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Zeitungen berichteten aber, dass der Mann einen Erpresserbrief hinterließ. Die Familie gehört zu den reichsten Einwohnern Sydneys.

Der Mann verschwand anschließend. Die Fahndung nach dem Täter blieb zunächst erfolglos.

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