Ärzte Zeitung online, 06.08.2011

Hiroshima gedenkt des Atombomben-Abwurfs vor 66 Jahren

TOKIO (dpa). Die japanische Stadt Hiroshima hat am Samstag des ersten Atombombenabwurfs vor 66 Jahren gedacht. Unter dem Eindruck der Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima sagte Ministerpräsident Naoto Kan, Japan sollte seine Abhängigkeit von der Atomenergie reduzieren.

Hiroshima gedenkt des Atombomben-Abwurfs vor 66 Jahren

Gedenktag in Hiroshima anlässlich des 66. Jahrestages des Atombomben-Abwurfs. Die Demonstranten protestieren gegen Atomkraft und Atomwaffen.

© dpa

Der Bürgermeister von Hiroshima, Kazumi Matsui, betonte, die Krise nach dem Megaerdbeben und dem Tsunami vom 11. März habe das Vertrauen der Japaner in die friedliche Nutzung der Atomkraft erschüttert.

Am 6. August 1945 um 8.15 Uhr (Ortszeit) hatten die Amerikaner die Atombombe über dem westjapanischen Hiroshima abgeworfen. An der Zeremonie am Samstag nahmen Vertreter aus mehr als 60 Ländern teil, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Inzwischen über 275.000 offiziell registrierte Atombomben-Tote in Japan

Die USA hatten am 6. sowie am 9. August 1945 Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Hunderttausende Menschen starben sofort und noch heute sterben immer noch verstrahlte Opfer.

Seit der letzten Gedenkveranstaltung vor einem Jahr seien 5785 Namen hinzugekommen, berichtete der Fernsehsender NHK. Die Zahl der Todesopfer belaufe sich jetzt auf mehr als 275.000. Niemals zuvor oder danach wurden Atomwaffen eingesetzt.

Special der Ärzte Zeitung 2010 zum 65. Gedenktag der Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Topics
Schlagworte
Panorama (30165)
Krankheiten
Suchtkrankheiten (4125)
Personen
Naoto Kan (35)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »