Ärzte Zeitung online, 09.08.2011

Schlamperei bei Zoll und Polizei führt zu Hackerangriffen

Berlin (dpa/eb). Der im Juli bekannt gewordene Hackerangriff auf Computer von Sicherheitsbehörden soll nach einem Zeitungsbericht durch den Fehler eines Zollbeamten erleichtert worden sein.

"Die Welt" berichtet, dass der Beamte eine dauerhafte Umleitung seiner dienstlichen E-Mails auf sein privates Postfach eingerichtet habe. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts hatte die Hackergruppe "No-Name Crew" einen Trojaner installiert. Sie hatte somit zwei Jahre lang Zugriff auf die eingegangenen Daten.

Die Internetpiraten sorgten Anfang Juli für Schlagzeilen. Sie "hackten" auch ein Geodaten-Programm der Bundespolizei. Ein 23-Jähriger wurde nach einem Geständnis frei gelassen.

Landeskriminalämter weisen nun darauf hin, ihre Daten nicht mehr an private E-Mail-Adressen weiterzuleiten.

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