Ärzte Zeitung online, 16.08.2011

Afrika: Hohe Nahrungspreise treiben Hungersnot

WASHINGTON (dpa). Die rekordverdächtigen Nahrungspreise haben die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika nach Ansicht der Weltbank verschlimmert.

So seien in Somalia die Preise für lokal angebaute Grundnahrungsmittel zuletzt dramatisch in die Höhe geschossen. Hirse koste 240 Prozent mehr als im Oktober vergangenen Jahres, Mais 154 Prozent mehr, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Quartalsbericht der multilateralen Entwicklungshilfeorganisation.

"Nirgends bewirkt die Kombination aus hohen Nahrungspreisen, Armut und Instabilität mehr tragisches Leid als am Horn von Afrika", sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick.

Weltweit seien die Nahrungspreise im Juli seit dem Vorjahresmonat um 33 Prozent gestiegen. Mais legte um 84 Prozent zu, Zucker um 62 Prozen:, Weizen wurde 55 Prozent teurer und Soja-Öl um 47 Prozent. Insgesamt waren die Preise jedoch 5 Prozent geringer als auf ihrem Höhepunkt im Februar.

Topics
Schlagworte
Panorama (30361)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »