Ärzte Zeitung online, 23.08.2011

Tripolis: Ärztemangel und Chaos in den Kliniken

BERLIN (dpa). In den Krankenhäusern in Tripolis und Umgebung spitzt sich die Lage nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen zu.

Tripolis: Ärztemangel und Chaos in den Kliniken

Rettungseinsatz im Krisengebiet: In Tripolis herrscht Ärztemangel.

© dpa

"Einigen Krankenhäusern sind lebensrettende Medikamente und medizinisches Material ausgegangen", teilte Nothilfekoordinator Jonathan Whittal am Dienstag mit.

"Es gibt Probleme mit der Stromversorgung und zu wenig Treibstoff für Krankenwagen und wichtige medizinische Geräte." Die Kämpfe in der Stadt erhöhten den Druck auf die medizinischen Einrichtungen.

In den Krankenhäusern in Jafran und as-Sawija südwestlich von Tripolis seien in den vergangenen Tagen deutlich mehr Verwundete eingeliefert worden, berichtete die Organisation weiter.

Insgesamt über 70 Mitarbeiter vor Ort

In Misrata versorgten die Teams von Ärzte ohne Grenzen auch die Menschen in den Gefängnissen. In Bengasi würden Mitarbeiter und Patienten auch psychologisch betreut.

Aus Slitan seien nach Kämpfen Ende der Woche Verwundete ins Krankenhaus von Misrata gebracht worden.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist nach eigenen Angaben seit dem 25. Februar in Libyen im Einsatz, Whittal befinde sich seit Anfang August in der libyschen Hauptstadt. Zurzeit bestehe das Team in Libyen aus 44 libyschen Angestellten und 30 internationalen Mitarbeitern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Immer mehr Nichtraucher erkranken an Lungenkrebs

In US-Kliniken tauchen immer häufiger Nichtraucher mit Lungenkrebs auf, vor allem Frauen sind betroffen. Das könnte am Passivrauchen liegen. mehr »