Ärzte Zeitung online, 24.08.2011

BKA fragt in Chile wegen Colonia-Arzt nach

KREFELD (dpa). Das Bundeskriminalamt (BKA) hat sich in den Fall des in Chile verurteilten und nach Deutschland geflohenen Arztes Hartmut Hopp eingeschaltet.

Hopp war mit weiteren früheren Mitgliedern der sektenartigen Deutschen-Siedlung Colonia Dignidad wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch von Minderjährigen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

Das BKA habe über Interpol Angaben von den chilenischen Behörden erfragt, teilte die Staatsanwaltschaft Krefeld am Mittwoch mit. "Diese haben aber noch nicht geantwortet."

Die Anklagebehörde bestätigte, dass sich der international gesuchte Arzt im Raum Krefeld aufhält. Deutsche dürfen aber nicht ausgeliefert werden.

Derzeit könne noch nicht entschieden werden, ob gegen Hopp ein Ermittlungsverfahren einzuleiten sei. Dafür fehlten der Staatsanwaltschaft Informationen. Sobald diese vorliegen, soll die Einleitung geprüft werden.

Topics
Schlagworte
Panorama (30664)
Organisationen
Interpol (21)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »