Ärzte Zeitung online, 06.09.2011

Tote Säuglinge in Siegen - Hilfe aus der Türkei

SIEGEN (dpa). Nach dem Tod von drei frühgeborenen Säuglingen in Siegen prüft die Staatsanwaltschaft ein Rechtshilfeersuchen an die Türkei.

Die Eltern des zuerst gestorbenen Babys hatten dessen Leichnam in die Türkei bringen und dort begraben lassen.

Zwei kurz darauf gestorbene Säuglinge anderer Eltern sind bereits obduziert worden. Die bisherige Untersuchungen haben noch keine eindeutige Ursache zu den Todesumstände ergeben.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt. Man prüfe alle Möglichkeiten, sagte Staatsanwalt Johannes Daheim am Dienstag in Siegen.

Die Ursachen einer möglichen Krankheitsübertragung könnten von angeliefertem Material über Krankenhausausstattung, Patienten und Besucher bis zum Personal reichen.

Ob die Behörde die Türkei um Rechtshilfe bitten werde, sei noch offen. Es sei die Frage, ob die Obduktion des türkischen Kindes notwendig sei und noch aussagekräftige Ergebnisse bringen könne.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »