Ärzte Zeitung online, 01.10.2011

Deutschland startet sommerlich in den Oktober - Rekordtemperatur in England

OFFENBACH (dpa). Ein Herbst wie ein verspäteter Sommer: Blauer Himmel, Sonne und Temperaturen von mehr als 25 Grad - der Oktober hat in Deutschland einen absoluten Traumstart hingelegt.

Noch bis Donnerstag soll es so bleiben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am 1. Oktober in Offenbach mitteilte. Erst dann erreiche eine Kaltfront Deutschland.

"Ob das dann das Ende des goldenen Herbstes ist und die Heizungen das erste Mal in dieser Saison angestellt werden müssen, bleibt noch abzuwarten", sagte DWD-Meteorologe Marcus Beyer.

Bis dahin pendeln die Temperaturen weiterhin um die 25-Grad-Marke. Nur im Süden Deutschlands - südlich der Schwäbischen Alb und rund um den Bodensee - bleibt es deutlich kühler.

Dort soll sich auch der Nebel in den kommenden Tagen kaum auflösen. An der Küste liegen die Werte zwischen 18 und 21 Grad. Im Rest von Deutschland scheint die Sonne meist von einem wolkenlosen Himmel.

Rekordverdächtig beginnt der Oktober aber dennoch nicht, wie der DWD bestätigte. Zwar lagen die Temperaturen am Samstag in vielen Orten über dem langjährigen Mittel, an den Traumherbst von 2006 reichten sie aber nicht heran.

Damals waren Anfang Oktober im Oberrheingraben bei Freiburg teilweise Spitzenwerte von 28 Grad gemessen worden.

Heißester Oktobertag bislang in England

England hat am Samstag den heißesten Oktobertag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt. Im südenglischen Gravesend in der Grafschaft Kent wurden um 14.42 Uhr (Ortszeit) 29,9 Grad Celsius gemessen, teilte der meteorologische Dienst Met Office mit.

Dies ist um 0,5 Grad wärmer als der bisherige Rekord vom 1. Oktober 1985, als in der Stadt March bei Cambridge 29,4 Grad gemessen worden waren.

Damit lag England, wo an Stränden, Schwimmbädern und Parks am Samstag Hochbetrieb herrschte, zum Teil deutlich über den Hitzegraden in Städten wie Athen oder Barcelona.

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