Ärzte Zeitung online, 03.10.2011

Deutschland: Drei von vier Bürgern für absolutes Alkoholverbot am Steuer

BERLIN (dpa). Mehr als drei Viertel der Deutschen wollen ein absolutes Alkoholverbot am Steuer. Frauen sind stärker dafür als Männer. Das geht aus einer repräsentativen Emnid-Umfrage hervor.

Demnach befürworten 77 Prozent der Befragten eine Null-Promille-Grenze im Straßenverkehr. 21 Prozent sind dagegen.

Das Europaparlament in Straßburg hatte am vergangenen Dienstag eine entsprechende Regelung für Führerscheinneulinge und grundsätzlich auch für Berufsfahrer befürwortet.

Während laut der Umfrage 68 Prozent der Männer eine Null-Promille-Grenze im Straßenverkehr wollen, sind es bei den Frauen 85 Prozent. Für die Umfrage im Auftrag der "Bild am Sonntag" interviewte das Institut am Donnerstag 500 Personen im Alter ab 14 Jahren.

Straßburger Parlamentarier Wegfahrsperren, die auf Atem-Alkohol reagieren

Nach Meinung der Straßburger Parlamentarier sollten alkoholisierte Autofahrer, die Personen oder Waren transportieren, mit Atem-Alkohol-Zündsperren ausgebremst werden. Diese Wegfahrsperren sollten in neuen Fahrzeug-Modellen eingebaut werden.

In Wohngebieten soll zudem ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern gelten. Ziel ist es, die Zahl der Verkehrstoten um die Hälfte zu verringern.

35.000 Verkehrstote pro Jahr in den EU-Ländern

In den 27 EU-Ländern sterben nach Angaben des Parlaments jedes Jahr mehr als 35.000 Menschen bei Autounfällen. 1,5 Millionen Bürger werden schwer verletzt, von denen viele bleibende Schäden davontragen. Die gesellschaftlichen Kosten der Straßenverkehrsunfälle werden auf jährlich 130 Milliarden Euro geschätzt.

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