Ärzte Zeitung online, 16.10.2011

Zunächst 40 libysche Verletzte sollen nach Deutschland geflogen werden

BERLIN (dpa). In einem "ersten Schritt" werden an diesem Dienstag 40 schwer verletzte Libyer nach Deutschland gebracht. Die Verletzten, die derzeit in Tunesien gepflegt werden, sollen in Bundeswehrkrankenhäusern weiter behandelt werden, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am 16. Oktober in Berlin mit. Es handele sich zum Teil um Milizionäre des libyschen Übergangsrats.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte die Unterstützung für die Verletzten am 13. Oktober bei einem Besuch in Tripolis angekündigt. "Wir wissen, dass sie Helden des libyschen Volkes sind", sagte er.

Insgesamt müssen noch etwa 2000 Verletzte behandelt und versorgt werden. Allerdings brauchen nicht alle Spezialbehandlungen.

Im Auswärtigem Amt wurde nach Angaben der Sprecherin ein "Arbeitskreis Gesundheit" mit Vertretern mehrerer Ministerien gebildet, der die Versorgung weiterer Verletzter koordinieren soll. Es werde daran gearbeitet, weitere Patienten versorgen zu können.

Rösler hatte die Behandlung von insgesamt 150 Menschen zugesagt.

In Libyen selbst unterstützt die Bundesregierung die Sicherung und Zerstörung von Kleinwaffen in diesem Jahr mit 750.000 Euro. Mit dem Geld sollen Teams aus libyschen und internationalen Spezialisten Lagerstätten von Kleinwaffen und Munition aufspüren, diese sichern und sie vernichten, hieß es in einer Mitteilung des Auswärtigen Amtes vom 16. Oktober.

Zudem würden Projekte zum Minenräumen mit mehr als 800.000 Euro unterstützt.

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