Ärzte Zeitung online, 26.10.2011

Keine nächtlichen Dopingkontrollen in Spanien

MADRID (dpa). Spanische Sportler müssen in der Nacht keine Dopingkontrollen über sich ergehen lassen.

Der Oberste Gerichtshof in Madrid erklärte eine Regelung für ungültig, die nächtliche Dopingtests zugelassen hatte.

Die Richter gaben nach Medienberichten vom Mittwoch damit einem Einspruch des spanischen Verbandes der Radprofis statt.

Spaniens Anti-Doping-Gesetz hatte bereits in seiner ursprünglichen Version Kontrollen außerhalb von Wettbewerben in der Zeit zwischen 23 und 6 Uhr für unzulässig erklärt. Die Nachtruhe der Sportler sollte geschützt werden.

Sportler und Verbände nicht angehört

Im September 2009 beschloss die spanische Regierung jedoch eine Änderung und erlaubte Kontrollen in der Nacht.

Sie wollte damit die Erfolgsaussichten der Madrider Olympia-Kandidatur für die Spiele 2016 verbessern. Den Zuschlag erhielt jedoch Rio de Janeiro.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass bei der Gesetzesänderung die betroffenen Sportler und Verbände nicht angehört worden sind.

"Genügend Zeit" für Änderungen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sieht in dem neuerlichen Verbot nächtlicher Kontrollen keine Beeinträchtigung der Erfolgschancen für die Madrider Bewerbung um die Olympischen Spiele 2020.

"Der Prozess der Bewertung hat gerade erst begonnen", sagte ein IOC-Sprecher.

"Spanien hat noch genügend Zeit, seine Regelungen wieder zu ändern, falls dies notwendig werden sollte."

[27.10.2011, 12:00:56]
Dr. Horst Grünwoldt 
Nachtmär Doping
Spanien ist damit Vorreiter im Abbau unwürdiger sog. Doping-Kontrollen.
Die Leistungssportler werden endlich nicht mehr in ihrer Nachtruhe gestört und erleiden keine "nightmare" in ihrer wichtigen Regenerations-Phase. Dem Bürger im Trainingsanzug oder Schlafanzug darf dies sowieso nicht zugemutet werden. Hoffentlich zieht unsere NADA nach dem guten Beispiel bald nach...
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt aus Rostock  zum Beitrag »

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