Ärzte Zeitung online, 28.10.2011

Seenotretter helfen Mutter bei Geburt im Watt

AMRUM/BREMEN (dpa). Mitten im Wattenmeer hat eine Mutter in der Nacht zum Freitag einen Sohn zur Welt gebracht.

Seenotretter halfen, als der Säugling (3555 Gramm, 51 Zentimeter) gegen 3 Uhr an Bord des Seenotkreuzers "Vormann Leiss" mit seinem ersten Schrei die Welt begrüßte.

Die Helfer hatten die hochschwangere Frau samt Hebamme und werdendem Vater nicht mehr rechtzeitig von der Insel Amrum zum nächstgelegenen Krankenhaus in Wyk auf Föhr bringen können.

Das Baby mit dem Namen Gideon Raphael und seine Mutter seien wohlauf, hieß es. "Einsätze wie dieser gehören wohl zu den schönsten der Seenotretter", sagte der Bremer DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey.

Schwangere nicht selten im Watt

Allein im nordfriesischen Wattenmeer übernehmen die Seenotretter acht bis zehn Mal pro Jahr Schwangerentransporte.

Sie werden nachts oder bei schlechtem Wetter gerufen, wenn keine Hubschrauber zur Verfügung stehen. Geburten an Bord seien allerdings seltener, sagte Stipeldey.

Auf einem Seenotkreuzer kamen zuletzt 2007 Ole kurz vor dem niederländischen Eemshaven zur Welt, 2005 Clemens Christoph zwischen Amrum und Föhr sowie 2002 Benjamin im Watt vor Norddeich.

Topics
Schlagworte
Panorama (30149)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »