Ärzte Zeitung online, 31.10.2011

Somalia: Ärzte helfen Verwundeten nach Luftangriff

NEU-ISENBURG (eb). Ein Bombenangriff der kenyanischen Armee auf ein Vertriebenenlager im Süden von Somalia hat am Sonntagnachmittag (30. Oktober) für Tote und Verletzte gesorgt. Um die Opfer kümmert sich auch Ärzte ohne Grenzen, wie die Organisation selbst mitteilt.

Mindestens drei Menschen seien durch die Bomben auf die Stadt Jilib gestorben und 52 verletzt worden. Die meisten von ihnen Frauen und Kinder, berichtet die internationale Hilfsorganisation.

Verwundete nach Marere gebracht

Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen halfen nach eigenen Angaben mit, die Verwundeten in das Krankenhaus der nahe gelegenen Stadt Marere zu bringen, damit diese dort behandelt werden können.

Einige Verletzte müssten womöglich noch in andere Einrichtungen gebracht werden, weil die Kapazität im Operationssaal des Krankenhauses begrenzt sei, heißt es in der Mitteilung.

Therapeutische Nahrung für mangelernährte Kinder

In Jilib leben nach Auskunft der Organisation rund 1.500 Familien, die aufgrund der humanitären Krise, die seit Jahren in Somalia herrscht, in die Stadt geflohen sind.

Die Flüchtlinge werden von Ärzte ohne Grenzen medizinisch versorgt. Akut mangelernährte Kinder erhalten therapeutische Nahrung, die Organisation verteilt Hilfsgüter wie Speiseöl, Seife, Decken und Materialien für Unterkünfte.

Nach eigenen Angaben arbeitet Ärzte ohne Grenzen seit 1991 in Somalia und betreibt derzeit 13 medizinische Projekte im Land, darunter auch Impf- und Ernährungs-Programme als Reaktion auf die aktuelle Krise.

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