Ärzte Zeitung online, 02.11.2011

Flüchtlingsboot gekentert - sieben Tote

JAKARTA (dpa). Vor Indonesien werden nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes mehr als ein Dutzend Menschen vermutlich aus dem Iran, Pakistan und Afghanistan vermisst.

Die Küstenwache war am Mittwoch mit Booten vor der Küste von Ciamis in Westjava unterwegs, aber die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, war nach ihren Angaben gering. Die genaue Zahl der Menschen an Bord war unklar.

Der Unfall ereignete sich am Dienstag. Sieben Iraner ertranken und wurden tot geborgen. 47 wurden gerettet.

Schlepper wollten die Flüchtlinge nach Australien bringen. "Wir gehen davon aus, dass das Boot überladen war", sagte der örtliche Polizeichef.

Negativrekord im vergangenen Dezember

Indonesien ist seit Jahren ein beliebtes Transitland für Flüchtlinge vor allem aus dem Nahen Osten, die illegal nach Australien gelangen wollen.

Die Fahrt ist gefährlich, immer wieder verunglücken die oft schlecht ausgestatteten und überfüllten Boote. Im vergangenen Dezember kamen vor der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel mindestens 50 Menschen um, als ihr Boot in einem Sturm kenterte.

Im vergangenen Jahr fing die australische Marine 134 Boote mit 6879 Menschen an Bord ab. In diesem Jahr waren es bis Ende Juni 28.

Topics
Schlagworte
Panorama (30664)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »