Ärzte Zeitung online, 03.11.2011

Weitere Gaza-Flotille nach Israel unterwegs

TEL AVIV (dpa). Erneut will eine internationale Flotille die israelische Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen.

Die zwei Boote mit insgesamt 27 internationalen Aktivisten an Bord seien aus der Türkei gestartet und jetzt auf dem Mittelmeer Richtung Gazastreifen unterwegs, teilte die propalästinensische Gruppe "Free Gaza" am Mittwoch mit.

Die Aktion "Wellen der Freiheit nach Gaza" sei bisher geheim gehalten worden, um sie nicht zu gefährden. Ein früherer Versuch der Organisation, die Blockade zu brechen, war im Juli gescheitert.

Israel warnt

Die israelische Marine warnte, sie sei darauf vorbereitet, die Schiffe daran zu hindern, das Gebiet am Mittelmeer zu erreichen. Man wolle ihnen aber die Möglichkeit geben, im Hafen von Aschdod im Süden Israels die Ladung zu löschen.

Die Aktivisten hatten solche Angebote in der Vergangenheit abgelehnt. Wann genau die Schiffe in die Nähe der Küste kommen könnten, war unbekannt.

Bei den Booten handele es sich um die "Saoirse" unter irischer Flagge. Dort seien auch Parlamentarier an Bord, teilten die Organisatoren mit.

Provokation an Israel

Das zweite Boot sei die "Tahrir" mit Vertretern aus Kanada, den USA, Australien und Palästina. Die israelische Marine warf den Aktivisten vor, sie wollten Israel "provozieren, die Sicherheitsblockade des Gazastreifens brechen und Israels Sicherheit unterminieren".

Im Mai 2010 hatte Israel das türkische Schiff "Mavi Marmara" von Kommandobooten und Hubschraubern aus angegriffen. Dabei wurden neun Aktivisten getötet mehr als 50 Menschen verletzt.

Das Schiff wollte zusammen mit anderen Booten die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen und 10.000 Tonnen Hilfsgüter zu den Palästinensern bringen. Mit an Bord war damals auch der Frankfurter Arzt Matthias Jochheim.

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